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45. WorldSkills in Kazan: Die Vorbereitungen für die Beton-/Stahlbetonbauer laufen auf Hochtouren (ZDB-Pressemitteilung)

01.07.2019

45. WorldSkills in Kazan: Die Vorbereitungen für die Beton-/Stahlbetonbauer laufen auf Hochtouren

Julian Kiesl (20) aus Mallersdorf-Pfaffenberg in Bayern und Niklas Berroth (21) aus Sulzbach-Laufen, Baden-Württemberg, heißen die beiden Betonbauer, die ihr Handwerk bei der Weltmeisterschaft der Berufe, der „WorldSkills“, vertreten. Diese finden vom 22. bis zum 27. August in Kazan/Russland statt. Mitte Juni haben sie im Ausbildungs-Fortbildungs-Zentrum der Bauinnung Nordschwaben zusammen mit Trainer und Experte Josef Leberle, das offiziell bekannte Testprojekt trainiert.

Herausforderung und Vorbereitung

Das Schalen von zwei Wänden, wovon die eine mit Winkelabschrägung plus schräger Ausbuchtung zu bauen ist und die andere einen viereckigen Erkervorbau mit einer Aussparung in Zwiebelkuppelform besitzt, sind die bekannten Hauptbestandteile der Wettbewerbsaufgabe. „Die Wände erhalten eine komplette Deckenabschalung, damit diese zusammen mit der Decke sowie zwei deckengleichen Unterzügen in einem Guss betoniert werden können“, erklärt Josef Leberle, Ausbildungsleiter im Ausbildungszentrum in Nördlingen. Des Weiteren ist umlaufend ein Betoniergerüst zu erstellen. Nach dem Trocknungsprozess steht das Ausschalen an. „Dieser Vorgang der Enthüllung erfolgt unter großer Anspannung, denn er gibt das Ergebnis für alle sichtbar und messbar frei“, weiß Leberle aus Erfahrung. „Sichtbeton in höchster Qualität, millimetergenau nach den Plänen gearbeitet, das ist unser Ziel“, erklärt der Maurer- und Betonbaumeister. Insgesamt treten 11 Teams bei den Betonbauern in Kazan an. „Zu den stärksten Mitbewerbern um die begehrten Medaillen zählen sicherlich Österreich, Frankreich und Brasilien“, verrät Trainer Leberle. Für den Wettbewerb wird das bekannte Testprojekt mit bis zu 30 Prozent an Änderungen, vor allem bei den Abmaßungen, versehen. Da heißt es dann den Plan ganz genau lesen und sich auf keinen Fall auf Bekanntes verlassen.

Das Team

Dem jungen Bayer Julian Kiesl wurde das Handwerk in die Wiege gelegt. Aufgewachsen in einem Schreinerhaushalt, war für Kiesl klar, dass er auf jeden Fall mit seinen Händen arbeiten möchte. „Nach verschiedenen Praktika habe ich mich dann für den Betonbauer entschieden. Die Teamarbeit, die gute Stimmung am Bau, aber auch der Himmel als Dach am Arbeitsplatz haben mich letztendlich überzeugt“, so der junge WM-Teilnehmer. „Die größte Herausforderung dieser Wettbewerbsaufgabe ist es, im Zeitplan zu bleiben. Wenn dann noch alles auf den Millimeter passen würde, das wär’s“, so Kiesl. Nerven wie Stahlseile hat der junge Mann auch, schließlich ist er ja auch Stahlbetonbauer, kommentiert er lachend die Frage nach der eigenen Aufregung unter Wettbewerbsbedingungen. Über so einen motivierten Facharbeiter freut sich die Fahrner Bauunternehmung GmbH in Mallersdorf-Pfaffenberg seit Julians Ausbildung und die Weiterbildung zum Meister ist bereits in Planung.

Niklas Berroth war mit Opa und Vater schon als kleiner Junge mit auf den Baustellen des Familienunternehmens Berroth-Bau GmbH in Sulzbach-Laufen. „Für mich ist Sichtbeton einfach der Baustoff schlechthin. Er sieht klasse aus und es ist nach wie vor eine Herausforderung, schönen Beton zu bauen“, erklärt Berroth, der nach seiner Ausbildung im Ost-Alb-Kreis nun im Familienunternehmen mitarbeitet. „Wir erstellen Bauwerke für die Ewigkeit, das fasziniert mich am allermeisten an meinem Beruf“, so Berroth, der sehr gespannt ist auf die Qualität der Materialien in Russland. Im Jahr 2017 war Berroth Deutscher Meister und seit März 2019 ist er Mitglied der Nationalmannschaft. Dort hat er dann auch Julian, den Deutschen Meister aus dem Jahr 2018, kennengelernt. Die Entscheidung, wer nach Kazan fliegt, fiel im Mai 2019 bei einem internen Ausscheidungswettbewerb.

Ersatzteilnehmer Jonas Hopf kommt aus Laasen in Thüringen und auch er steht voll hinter dem Werkstoff Beton. Hopf ist gerade auf der Meisterschule. Bei den Deutschen Meisterschaften im Jahr 2017 wurde er Zweiter und kam so 2019 zum Nationalteam der Betonbauer. Zurzeit arbeitet er bei der Wächter GmbH in Neuhaus OT Lichte.

Für Deutschland in der Welt: Das Nationalteam Deutsches Baugewerbe

Die Beton-/Stahlbetonbauer treten in Kazan zusammen mit talentierten Nachwuchshandwerkern aus vier weiteren Berufen an. Gemeinsam mit einem Zimmerer, einem Maurer, einem Stuckateur und einem Fliesenleger bilden sie das „Nationalteam Deutsches Baugewerbe“. Dieses wird gefördert vom Spitzenverband der mittelständischen Bauwirtschaft, dem Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB). „Die deutsche Bauwirtschaft hat eine hervorragende Berufsbildung. Wir bilden die Fachkräfte von morgen aus – und das kann sich im internationalen Vergleich sehen lassen. Die Bauhandwerker in unserem Nationalteam sind die Besten der Besten und zeigen, dass eine Ausbildung am Bau ein exzellenter Grundstein für die eigene Karriere ist,“ erklärt Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des ZDB.

WorldSkills 2019: Daten und Fakten

Austragungsort der 45. WorldSkills ist das Ausstellungszentrum „Kazan Expo International Exhibition Centre“. Hier finden vom 22. bis 27. August die Wettbewerbe statt. Über 1.600 junge Fachkräfte aus mehr als 60 Ländern starten in insgesamt 56 nicht akademischen Berufswettbewerben (Skills), die von rund 1.300 Experten bewertet werden. Das Team von WorldSkills Germany startet zu diesen Wettbewerben mit 39 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die in 33 offiziellen Disziplinen sowie in zwei Future Skills starten.

Leistungsstarke Partner: Die Sponsoren des Nationalteams

Die Teilnahme des Teams bei den internationalen Wettbewerben ist nur mit der großzügigen Unterstützung der Sponsoren möglich: Danke an die 123erfasst GmbH, die Albert Berner Deutschland GmbH, an brz Deutschland, an die Collomix GmbH, die Deutsche Poroton, an Quick mix, an STABILA Messgeräte, an VHV Versicherungen, an die Adolf Würth GmbH & Co. KG sowie die Zertifizierung Bau. Das Team trainiert in Outfits von cws boc.

Meldung ZDB

 

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